Waldameisen

Aktuell:  "da sind wir dran"

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Aktuellste Informationen vom Ameisengötti Urs Jost, Stand 31.12.2018
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Auch Ameisen sind selten geworden in unseren Wäldern. Seit einigen Jahren bemüht sich aber eine Gruppe um den "Ameisen-Götti" Urs Jost um die Waldameisen. Die Standorte der im unteren Fricktal noch vorhanden Waldameisen-Populationen werden dokumentiert und mit situationsangepassten Methoden geschützt.

Waldameisen Rheinfelden selten in der Natur zu finden
Beispiel eines Waldameinsenhügels in der Waadt Bild: Urs Jost

Die Artengruppe "Rote Waldameise" (Formica rufa-Gruppe) umfasst in der Schweiz sechs verschiedene Formica-Arten, wovon fünf echte Waldbewohner sind. Alle diese Arten bauen Nesthügel. Die Auswertung des sechsjährigen Datensatzes des LFI4 (WSL, Schweizer Landesforstinventars) zeigte, dass auf nur 5% der Stichprobeflächen Waldameisenhaufen vorkamen, insgesamt waren es 258 Ameisennester. Dies ergibt eine durchschnittliche Häufigkeit von 1,4 Haufen pro Hektare Wald. In den Lagen oberhalb 900 m ü. M. fand man immerhin 2,2 Haufen pro Hektare, was aber immer noch unter den Häufigkeiten in den beiden ebenfalls systematisch erhobenen Waldameisenvorkommen in Finnland (2,4 Haufen/ha) und im Tirol (2,9 Haufen/ha) liegt.

Mehr zur Biologie der Waldameisen finden sie unter

www.waldameisen.ch

www.ameisenzeit.ch

Das Musée Zoologique Lausanne bestimmt für die ganze Schweiz die Waldameisen. Die sechs verschiedenen Arten lassen sich von Auge kaum unterscheiden. Deshalb kommen genetische Methoden zur Anwendung.

 

Für Rheinfelden und Umgebung wurden 2018 folgende Arten bestimmt:

 

Möhlin:

10 x Formica Rufa

2 x Formica Polyctena

1x Hybride von Formica Rufa/Formica Polyctena (ein Unikum, da solche Hybriden nur ausserhalb der Schweiz bekannt sind)

1 x Formica Pratensis? (ob Bestimmung korrekt unklar, eventuell auch Formica Lubibris oder Paralugubris, Formica Pratensis normalerweise erst ab ca. 800müM vorkommend)

Rheinfelden:

2 x Formica Polytena

Olsberg:

1 x Formica Polyctena

Wallbach:

1 x Formica Polyctena

 

Ein Karte mit den Standorten der Waldameisen-Nesthügel in Rheinfelden und Umgebung kann über den NVVR bei Urs Jost bezogen werden.

 

Im untern Fricktal besteht ein Netzwerk aus interessierten Laien, Mitarbeitern von Frostverwaltungen und Wissenschaftlern. Für spezifische Informationen und Führungen steht ihnen die Fachgruppe gerne zur Verfügung. Kontakt über NVVR

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Bericht über Urs Jost und den Ameisenschutz in Rheinfelden. NFZ 2017
NFZ_Ameisenschutz_2017.pdf
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Waldameisen-Exkursion mit Alt-Förster Omlin im 2016
Bericht Waldameisen-Exkursion mit Bild-1
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